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Gepostet by on 9. Sep, 2011 in Blog, Buddhismus, Japan, Kunst

Kukai: The Arts of Esoteric Buddhism

Kukai: The Arts of Esoteric Buddhism

Heute war ich in der Ausstellung Kukai’s World: The Arts of Esoteric Buddhism 空海と密教美術展 im Tokyo National Museum (Ueno Park). Die Ausstellung wird in der Zeit vom 20. Juli bis 25. September diesen Jahres gezeigt. Ich war zur Mittagsstunde dort und habe seit der Erstausstellung der Körperwelten in Mannheim keine so gute besuchte Ausstellung mehr gesehen.

 

 

Kukai's World - The Arts of Esoteric Buddhism

Zuerst musste man ca. 20 Minuten anstehen bevor man ins Museum konnte. Als Service des Museum wurden kleine Sonnenschirme – meistens für die Frauen – verteilt, um sich entsprechend vor der Sonne und dem Braun werden zu schützen. Danach konnte es endlich losgehen. Mehrere Exponate kannte ich schon von meinem Besuch des Toji-Tempels 東寺 (wobei 寺 das Zeichen für Tempel ist) in Kyoto 京都. Zum einen war es im Toji schön zu sehen, wie die Exponate in ihrer “natürlichen” Umgebung im Tempel ausgestellt wurden. Zum anderen konnte ich in der Kukai-Ausstellung viel dichter an die Exponate heran und sie auch bei besseren Lichtverhältnissen betrachten. Ich war froh, dass ich die Ausstellungsstücke sowohl im Tempel als auch im Museum bewundern konnte.

Kukai 空海 oder Kobo-Daishi 弘法大師 war ein buddhistischer Mönch, 774 bis 835, und Gründer der Shingon-Schule 真言宗. 真言 bedeutet wörtlich Wahre Worte und ist die Übersetzung des Sanskritwortes Mantra. Die Shingon-Schule gehört zum esoterischem Buddhismus. Die esoterischen Lehren sind sehr schwer verständlich, da sie viel mit Symbolik arbeiten. Diese Form einer geheimen Symbol-Sprache, in Sanskrit samdhya-bhasa (Twilight Language), macht den Zugang für Aussenstehende sehr schwierig. Kukai selbst äußert sich in seinem Werk Goshorai mokuroku, dass die esoterischen Lehren des Buddhismus so tiefgründig sind, dass sie kaum in Worte zu fassen sind. Daher präsentiert er die Lehre häufig auch in Bildern und Diagrammen (Mandala).

Die Ausstellung ist in vier Bereiche untergliedert:

  1. Kukai – Father of Japanese Mikkyo
  2. Voyage to China in Search of the Law – Studying Esoteric Buddhism and Tang Culture
  3. The Formative Period – Jingoji, Mt. Koya, and Toji
  4. The Light of the Law – Passing Down Kukai’s Legacy.

Die Ausstellung ist rein ästhetisch sehr ansprechend und natürlich für einen Zugang zum Buddhismus Kukais sehr wertvoll. Ich kann die Ausstellung sehr empfehlen.

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