Wortanalyse des Dhammapada
Dieses Bild ist eine Wortanalyse des Dhammapada. Der Dhammapda धम्मपद ist eine Sammlung von Versen zu verschiedenen buddhistischen Themen. Es ist ein Werk des Tipitaka bzw. Palikanon und ist aufgrund seiner Kürze und Versform ein sehr beliebtes Werk. Die Größe der einzelnen Wörter zeigt an, wie häufig dieses Wort im Dhammapada vorkommt. Je größer das Wort, desto häufiger findet es sich im Text.
Die beiden am häufigsten vorkommenden Wörter sind das “Denken” und der “Weise”. Das rechte Denken (auch rechte Gesinnung, rechte Absicht) ist ein Glied des edlen achtfachen Pfades des Buddhismus. Das rechte Denken ist der Entschluß zur Entsagung von Haß, Gier und Unwissenheit. Am Anfang des Weges steht das rechte Denken und die rechte Erkenntnis und damit der Wunsch den Weg (pada) der buddhistischen Lehre (dhamma) zu gehen. Am Ende des Weges steht die tiefe Durchdrungenheit eben dieser beiden Pfadglieder.
Der Weise spielt im Buddhismus als Wegbegleiter eine große Rolle. Daher wundert auch die häufige Erwähnung dieses Wortes nicht. Wie aus der Wortanalyse des Daodejing ersichtlich, spielt auch dort der Weise eine große Rolle.
Was im Gegensatz zum Daoismus für den Buddhismus durchaus typisch ist sind Begriffe wie: Streben, Zucht, Eifer, gezähmt und überwinden. Die Wiedergeburt als Mensch wird im Buddhismus als äußerst selten betrachtet. Und da diese Gelegenheit zur Erleuchtung so selten ist, sollte der das rechte Denken innehabende Mensch einen gesunden Eifer an den Tag legen und seine Sinneslust zügeln und die Gier, Haß und Unwissenheit überwinden.
完


